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KÄRNTENPROGRAMM 2016

Plakat Krieg=daDa 2016 Plakat Krieg=daDa Valentinalm 2016 Flyer Krieg=daDa 2016

Das Projekt „Krieg=daDa“ steht im Jahr 2016 unter den Themenschwerpunkten „Kunst + Technik im Krieg“ und „Frauen im Krieg“ im Großen Krieg 1914-1918. Die Kunst übernimmt die Funktionen der Propaganda und Unterhaltung, sie ist aber auch die Stimme der Kriegsgegner und Pazifisten, die im Gegensatz zu Propaganda und Unterhaltung keine große Öffentlichkeit für sich in Anspruch nehmen kann und auch weitgehend der Zensur unterworfen ist. Hundert Jahre später hat sich daran nichts geändert, nach wie vor wird versucht, kritische Stimmen mundtot zu machen, damit Waffengeschäfte geräuschlos abgewickelt werden können.

Mit der Neuen Mittelschule Arnoldstein werden diese Aspekte im Projekt „Schichtungen der Geschichte“ von den Blickwinkeln der Regional- und Weltgeschichte untersucht.

Der Große Krieg 1914-1918 ist der erste moderne industrialisierte Massenkrieg. Der Hybridmotor (1898 von Ferdinand Porsche patentiert) wird in Benzingeneratorenwagen der österreichisch-ungarischen Wehrmacht verwendet. Die Kommunikation erfolgt drahtlos durch Radiostationen. Giftgas ist „neu“ im Programm. Der größte Gasangriff findet am 25.Juni 1916 auf der Hochfläche von Doberdo an der Isonzofront statt. 5000 bis 8000 italienische Soldaten werden dem Giftgas ausgesetzt. Ebenfalls neu ist der asymmetrische Krieg, den der Archäologe T.E. Lawrence auf Empfehlung von Gertrude Bell in den Wüsten des Nahen Ostens lenkt, einzelne arabische Stämme führen Anschläge gegen die Zentralmächte und deren Verbündete aus. Der antike Streitwagen taucht als Panzer auf. Artillerie großen Kalibers dominiert das Schlachtfeld. Das Flugzeug wird zur Waffe. Ärzten bleibt angesichts dieser Vernichtungskraft eigentlich nur die Feigenblattfunktion.  Alle Elemente „moderner“ Kriegsführung werden verwendet, nur die  Atombombe  „fehlt“  noch  im  Arsenal der Krieger, aber um diese herzustellen, wird eifrig geforscht, auch während des Großen Krieges.

Die Rollen der Frauen im Großen Krieg werden üblicher- und übelweise so gut wie immer als Klischee dargestellt, nämlich als helfende Frau an der Seite des kriegführenden Mannes, sei dies nun als Ehe- oder Hausfrau, Mutter oder Krankenschwester. Eine kritische Würdigung der Rolle der Frauen im Großen Krieg 1914-1918 steht bis heute immer noch aus. Denn abseits der gängigen Klischees sind es die Frauen und auch die Kinder gewesen, die das Leben in den kriegführenden Ländern organisiert haben. Denn die Männer sind in der Mehrzahl als Soldaten an der Front zu finden. Und Frauen sind es, die im Großen Krieg von 1914 bis 1918 Ungewöhnliches leisten, nämlich Schutz und Hilfe für die Kriegsdienstverweigerer im Weltkrieg.

Doch das tradierte Klischeebild von Frauen ist auch heute noch präsent. Es ist schon sehr befremdend, wie oberflächlich und unkritisch die Situation der Frauen und auch der Kinder in der Situation des Großen Krieges 1914-1918 gesehen wird. Das Rollenbild der Frauen wird brav am gängigen Klischee fortgeschrieben, die Frau als Krankenschwester, die Frau als Ehefrau des Frontsoldaten, Liebesgaben für Frontsoldaten durch Frauen … und einen Kriegspropagandisten wie Fritz Weber deutet die Historikerin Christa Hämmerle zu einem pazifistischen Schriftsteller im Sinne von Remarque um. Fritz Weber war ein Nazipropagandist, dessen Hauptwerk über den Ersten Weltkrieg im Zentralverlag der NSDAP erschienen ist und an Frontsoldaten im Zweiten Weltkrieg von der NSDAP und dem Amt für Volkswohlfahrt verteilt worden ist. Das ist schlicht und ergreifend Verharmlosung des Nationalsozialismus durch die Wissenschaft und eine offensichtlich bewusste Fälschung der Geschichte!

 

Herbert Gantschacher 2016

Arnoldstein Klosterruine 2016

Samstag 30. Juli
8.00 Uhr

Abfahrt
Klosterruine
Arnoldstein

Exkursion "Kunst im Krieg" auf den Spuren von Viktor Ullmann über Plöckenpass (Valentinalm), Tischlbong / Timau / Tischlwang, Spilimbergo (Italien), Kobarid, Vršič-Pass (Slowenien).

Samstag 30. Juli
11.00 - 18.00 Uhr


Stationentheater zu Gedichten und Dramentexten von August Stramm "Wache", Paul Klee "Spuck", August Stramm "Sturmangriff", Wilfred Owen "Dulce et decorum est", August Stramm "Schlachtfeld", Paul Scheerbart "Zwei Herren", Francesco Cangiullo "Detonation", August Stramm "Kriegsgrab" Klosterruine Arnoldstein, Valentinalm am Plöckenpass (Österreich) -Tischlbong/Tischlwang/Timau, Spilimbergo (Italien) - Lepena, Vršič-Pass (Slowenien) mit Werner Mössler, Markus Rupert und Herbert Gantschacher. Wegen des Erfolges im letzten Jahr gibt es zu Beginn des Projektes 2016 wegen großer Nachfrage eine Wiederholung dieses Stationentheaters auf den Spuren des Komponisten Viktor Ullmann im Ersten Weltkrieg im Friaul und im Isonzotal.

Freitag, 5. August
18.00 Uhr

Dževad Karahasan & Burgis Paier „Prinzip Gabriel". Weltliteratur und Weltgeschichte treffen auf Bildende Kunst. Der bosnische Dichter Karahasan hat seine Sicht auf die Geschichte seiner Stadt verdichtet, Burgis Paier hat die Puppen dafür geschaffen.

Freitag, 5. August
19.00 Uhr

Ausstellungseröffnung „Frauen im Krieg" mit neuen Dokumenten und Fotos aus Archiven. Die Rollen der Frauen im Großen Krieg sind bislang nur sehr klischeehaft in der Gesichtsschreibung dargestellt worden. Diese Ausstellung ändert das! (bis 28.August 2016)

Freitag, 5. August
19.30 Uhr

Eröffnung des Symposions „Frauen im Krieg - Kunst im Krieg, Technik im Krieg – Propaganda und Künste im Dienst kriegführender Mächte"

Freitag, 5. August
20.00 Uhr

Verweigert den Krieg!" von Helen Keller und Wilhelm Jerusalem.
Die taubblinde Schriftstellerin und Menschenrechtsaktivistin hat vor hundert Jahre ihre beeindruckende Rede gegen den Krieg und Waffenproduktion gehalten. Keller tritt dabei in den Dialog mit ihrem Entdecker, den Wiener Philosophen, Pazifisten und Reformpädagogen Wilhelm Jerusalem. Es spielen Rita Hatzmann und Werner Mössler.

Samstag, 6.August
08.00 Uhr

Abfahrt Klosterruine Arnoldstein, Exkursion „Eine schreckliche Krankheit ist ausgebrochen" auf den Spuren zu Viktor Ullmann und dem Tod im Großen Krieg in Redipuglia (Italien), Monte Santo (Slowenien), Cividale (Italien) und Kobarid (Slowenien)

Samstag, 6.August
11.00–17.00 Uhr

Stationentheater mit Paul Scheerbart „Automobiltheater", F.T. Marinetti „Das futuristische synthetische Theater", Alfred Lichtenstein „Abschied", Maurice Maeterlinck „Gedanken über Sport und Krieg", Wladimir Majakowski „Tagesbefehl an die Kunstarmee".

Samstag, 6. August
20.00 Uhr
Klosterruine
Arnoldstein

Musiktheater "Der Kaiser von Atlantis oder Die Tod-Verweigerung" Oper mit Musik von Viktor Ullmann und Libretto von Viktor Ullmann und Peter Kien in der Originalfassung des Komponisten mit Präsentation der DVD der Neuinszenierung für Puppen- und Figurentheater. Diese grandiose Anti-Kriegsoper Ullmanns, die auf dessen Kriegserfahrungen im Großen Krieg an der Isonzofront beruht, in einer neuen Inszenierung von Herbert Gantschacher in der Dramaturgie vonDževad Karahasan für Puppen- und Figurentheater (Puppen & Figuren: Burgis Paier) mit Rita Hatzmann und Markus Rupert.

Sonntag, 7. August
9.00-13.00 Uhr

Symposion „Kunst & Technik im Krieg – Frauen im Krieg" (Vortragende: Irene Suchy, Herbert Gantschacher, Gerold Holzer, Gerald Penz, Jürgen Rostock, Hubert Steiner) 15.00-18.00 Uhr Symposion „Auf den Spuren von Anton Kolig, Franz Wiegele und Sebastian Isepp im Großen Krieg und der Heimatfront" von Arnoldstein nach Nötsch und zurück.

Sonntag, 7. August
20.00 Uhr

Szenisches Konzert und interdisziplinäres Kunstprojekt "Eine schreckliche Krankheit ist ausgebrochen, die Soldaten können nicht sterben" mit Hans Egger-Saxophonquintett, Adi Schober (Schlagwerk) und dem Projektchor unter Leitung von Bernhard Wolfsgruber, Alex Samyi (Figuren), 1000& (Wortskulptur) und Werner Raditschnig (Musik). PREMIERE URAUFFÜHRUNG

Freitag, 26. August
20.00 Uhr
Klosterruine Arnoldstein

Musiktheater "Der Kaiser von Atlantis oder Die Tod-Verweigerung" Oper mit Musik von Viktor Ullmann und Libretto von Viktor Ullmann und Peter Kien in der Originalfassung des Komponisten mit Präsentation der DVD der Neuinszenierung für Puppen- und Figurentheater.

Samstag, 27. August
20.00 Uhr

„Verweigert den Krieg!" von Helen Keller und Wilhelm Jerusalem mit Präsentation der neuen DVD aus der „Visuellen Theater-Bibliothek" mit Präsentation von „Schichtungen der Geschichte".

Sonntag, 28. August
20.00 Uhr

Szenisches Konzert und interdisziplinäres Kunstprojekt "Eine schreckliche Krankheit ist ausgebrochen, die Soldaten können nicht sterben" mit Hans Egger-Saxophonquintett, Adi Schober (Schlagwerk) und dem Projektchor unter Leitung von Bernhard Wolfsgruber, Alex Samyi (Figuren), 1000& (Wortskulptur) und Werner Raditschnig (Musik).

Kötschach-Mauthen, Valentinalm, Cellon 2016

Samstag 30. Juli
10.30 Uhr

Stationentheater "Kunst im Krieg" - "Wache" von August Stramm

Donnerstag 25. August
11.00, 13.00,
14.00 und 15.00 Uhr

Schauspiel "O MAINE VICTIME – O HAND OPFER" Calligramme von Guillaume Apollinaire im französischen Original und in deutscher Übertragung von Herbert Gantschacher mit Werner Mössler und Markus Rupert. Visuelles Theater eines Fundstücks aus dem Großen Krieg gespielt im französischem Original und deutscher Übertragung: „O MAINE VICTIME atou PLAINDRE TANDIsaue LARAISON est une CHAINE – O HAND OPFER stets KLAGEN SOlange DER GRUND ist eine KETTE". URAUFFÜHRUNG

Kartenpreise für die Musik- und Theatervorstellungen: Vorverkauf und Reservierung 5,- € (ermäßigt für Senioren, Klubkartenbesitzer, Schüler, Studenten), Vorverkauf und Reservierung 8,- € (Vollpreis),
Abendkasse 8,- € (ermäßigt für Senioren, Klubkartenbesitzer, Schüler, Studenten), Abendkasse 12,- € (Vollpreis)
Der Eintritt zu den Ausstellungen und zum Symposion ist frei!

Information zu allen Veranstaltungen:
Verein zur Revitalisierung der Klosterruine Arnoldstein: www.burgruine.at
Marktgemeinde Arnoldstein: www.arnoldstein.gv.at
Valentinalm: www.valentinalm.at

Homepage: www.arbos.at
Kartenreservierung und Information unter +43 (0)664-5621717
Programmänderungen vorbehalten

KÄRNTENPROGRAMM

Plakat Krieg=daDa 2015 Flyer Krieg=daDa 2015 Programm August 2015 Kärnten Programm Musiktheatre Emperor Kärnten 2015

ARNOLDSTEIN AUGUST 2015

1. August 2015
10.00 Uhr

Klosterruine in
Arnoldstein

10.00 Uhr (Abfahrt Klosterruine Arnoldstein) Exkursion "Inszenierung und Wirklichkeit im Großen Krieg" Exkursion auf den Spuren von Viktor Ullmann über Predilpass (Italien), Trdnaja Kluže, Bovec, Lepenatal, Vršič-Pass (Slowenien)

1. August
11.00 - 18.00 Uhr

Österreich / Italien /
Slowenien

Stationentheater zu Gedichten und Dramentexten von August Stramm "Patrouille", August Stramm "Wacht", Paul Scheerbart "Zwei Herren", Paul Scheerbart "Kriegstheater", Francesco Cangiullo "Detonation" und August Stramm
Klosterruine Arnoldstein (Österreich) - Festung Predilpass (Italien) - Trdnaja Kluže, Lepena, Vršič-Pass (Slowenien)

7. August
18.00 Uhr

Klosterruine Arnoldstein

Ausstellungseröffnungen "Kriegsverbrechen" und "Kriegsdienstverweigerung" mit neuen Dokumenten und Originalfarbfotoplatten

7. August
19.00 Uhr

Klosterruine
Arnoldstein

Musiktheater "Der Kaiser von Atlantis oder Die Tod- Verweigerung" Oper mit Musik von Viktor Ullmann und Libretto von Viktor Ullmann und Peter Kien in der Originalfassung des Komponisten NEUINSZENIERUNG - KÄRNTENPREMIERE

7. August
20.15 Uhr

Klosterruine
Arnoldstein

7. August
21.00 Uhr

Klosterruine
Arnoldstein

Schauspiel "ich möchte morden morden morden" von August Stramm, Paul Klee und Wilfred Owen PREMIERE NEUINSZENIERUNG

8. August
8.00 Uhr
Abfahrt
Klosterruine
Arnoldstein

Exkursion "Kunst im Krieg" auf den Spuren von Viktor Ullmann über Plöckenpass (Valentinalm), Tischlbong / Timau / Tischlwang, Spilimbergo (Italien), Kobarid, Vršič-Pass (Slowenien)

8. August
11.00 - 18.00 Uhr

Österreich / Italien
Slowenien

Stationentheater zu Gedichten und Dramentexten von August Stramm "Wache", Paul Klee "Spuck", August Stramm "Sturmangriff", Wilfred Owen "Dulce et decorum est", August Stramm "Schlachtfeld", Paul Scheerbart "Zwei Herren", Francesco Cangiullo "Detonation", August Stramm "Kriegsgrab"
Klosterruine Arnoldstein, Valentinalm am Plöckenpass (Österreich) - Tischlbong/Tischlwang/Timau, Spilimbergo (Italien) - Lepena, Vršič-Pass (Slowenien)

Samstag
8. August
20.00 Uhr

Klosterruine
Arnoldstein

Musiktheater "Der Kaiser von Atlantis oder Die Tod- Verweigerung" Oper mit Musik von Viktor Ullmann und Libretto von Viktor Ullmann und Peter Kien in der Originalfassung des Komponisten

8. August, 21.00 Uhr
Schauspiel "ich möchte morden morden morden" von August Stramm, Paul Klee und Wilfred Owen

Sonntag
9. August
10.00-13.00
und
15.00-18.00

Klosterruine
Arnoldstein

Symposion "Kunst im Krieg . Propaganda und Künste im Dienst kriegführender Mächte" (Vortragende: Ingo Schultz, Irene Suchy, Hubert Steiner, Gerald Holzer, Gerald Penz, Dieter Holtz).

Sonntag, 9. August 19.00 Vernissage "Prinzip Gabriel" Installation von Burgis Paier zur essayistischen Erzählung von Dževad Karahasan

Sonntag
9. August
20.00 Uhr

Klosterruine
Arnoldstein

Szenisches Konzert und interdisziplinäres Kunstprojekt "Bewaffnete Horden, Flugzeuge, Untererdtorpedos haben die Festungsgürtel der dritten Stadt geschleift. Die Einwohner sind tot. Leichen werden der Verwertungsanstalt übergeben" PREMIERE URAUFFÜHRUNG

Freitag
28. August
20.00 Uhr

Klosterruine
Arnoldstein

Schauspiel "ich möchte morden morden morden" von August Stramm, Paul Klee und Wilfred Owen

Samstag
29. August
20.00 Uhr

Klosterruine
Arnoldstein

Musiktheater "Der Kaiser von Atlantis oder Die Tod- Verweigerung" Oper mit Musik von Viktor Ullmann und Libretto von Viktor Ullmann und Peter Kien in der Originalfassung des Komponisten

Sonntag
30. August
20.00 Uhr

Klosterruine
Arnoldstein

Szenisches Konzert und interdisziplinäres Kunstprojekt "Bewaffnete Horden, Flugzeuge, Untererdtorpedos haben die Festungsgürtel der dritten Stadt geschleift. Die Einwohner sind tot. Leichen werden der Verwertungsanstalt übergeben"

KÖTSCHACH-MAUTHEN AUGUST 2015

  • Samstag trenner10:30

    8. August

    Valentinalm Kötschach Mauten

Exkursion

Exkursion „Kunst im Krieg" - „Wache" von August Stramm mit Werner Mössler, Markus Rupert und Herbert Gantschacher

  • Donnerstagtrenner13:00

    27. August

    Valentinalm Kötschach Mauten

Stationentheater

Stationentheater in, um und die untere Valentinalm herum: Paul Scheerbart "Zwei Herren" August Stramm "Wache" August Stramm "Sturmangriff" Paul Klee "Spuck" Wilfred Owen "Dulce et decorum est pro patria mori"

INTERNATIONAL 2015

      



KÄRNTENPROGRAMM 2014

 

Programm 2014

 

2014 jährt sich zum 100. Male der Beginn des heute so genannten Ersten Weltkrieges (als "Prolog" Die Balkankriege 1912, 1913 und auch 1914), der dann in der Folge in einem zweiten Weltkrieg und den kalten Krieg mündete (als "Epilog" Die Balkankriege in den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts, deren Konfliktpotential bis heute nicht entschärft ist). Der Krieg im Jahr 1914 begann als ein von Europäischen Mächten lokal begrenzter Konflikt am Balkan im Juli 1914, der dann von den Administrationen der Herrscherhäuser Hohenzollern und Habsburg zu einem Europäischen Krieg gemacht worden ist, wobei hier die Administration am Ballhausplatz in Wien federführend war, weil sie ohne formale Kriegserklärung mit der k.u.k. Wehrmacht ins neutrale Belgien einmarschierte. Somit bewies die Habsburg-Administration in exemplarischer Art und Weise, dass sie kein Interesse daran hatte, dass der Konflikt am Balkan mit Serbien lokalisiert bleibt. Im cisleithanischen Teil der Vielfachmonarchie hatte der Habsburgerherrscher den Ausnahmezustand verfügt und konnte so auch einfach den Krieg verordnen! Das sollte uns eine immerwährende Warnung sein!

Paul Scheerbart "Kriegstheater" (links) - Viktor Ullmann "Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke" (rechts).

Paul Scheerbart "Kriegstheater" (links) - Viktor Ullmann
"Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke" (rechts).

Denn 2014 jähren sich auch zum 75. Male der Beginn des Zweiten Weltkrieges, der 70. Todestag des Komponisten Viktor Ullmann, der 25. Jahrestag des Falles der Berliner Mauer und des Eisernen Vorhanges (aus der Mitte Europas an den Rand der Europäischen Union gerückt), der 100. Jahrestag des Beginns des Großen Krieges und 225 Jahre Französische Revolution. Deshalb beginnt ARBOS - Gesellschaft für Musik und Theater im August 2014 in Arnoldstein, Kötschach-Mauthen in Kärnten das internationale Projekt "Krieg=daDa". Arnoldstein und Kötschach-Mauthen sind Kärntens Brennpunkte im Großen Krieg 1914-1918 gewesen, 2014 sind es Orte der Kunst und des Dialogs als eine Form der Kunst der Künste.

 

Das Programm auf der Klosterruine in Arnoldstein 2014

1. August 2014
18.00 Uhr

Klosterruine in 
Arnoldstein

Ausstellungseröffnung „Kriegslügen" die am Wiener Ballhausplatz inszenierten Kriege mit Originaldokumenten.

1. August 2014
19.00 Uhr

Klosterruine in Arnoldstein

"Kriegstheater" aus der revolutionären Theater-Bibliothek des Paul Scheerbart - Der amerikanische Geschäftsmann William C. Rumboldt schlägt vor, anstatt Kriege zu führen, doch große Massenspektakel mit Armeen, Waffen und Gerät "Kriegstheater" in großen Arenen zu spielen. Was wäre, wenn sich eine solche Idee durchsetzt ... das wäre im Sinne Paul Scheerbarts phantastisch und revolutionär ! Gespielt von Werner Mössler und Markus Rupert.
PREMIERE

1. August 2014
20.00 Uhr

Klosterruine in Arnoldstein

Eröffnung des Symposions "Inszenierung und Wirklichkeit - Propaganda und Dokumente zum Großen Krieg und seiner Entwicklung 1914" mit "Vom Großen Krieg zum Anti-Kriegsmuseum, vom Zeughaus ins Anti-Kriegsmuseum - über das kulturelle Erbe 2014 von Ernst Friedrich, Kurt Kretschmann" Originale und Dokumente präsentiert vom Anti-Kriegsmuseum Berlin und Friedensbibliothek Berlin.

links

Beobachtungsstand im Oberen Isonzotal bei der Festung Kluže. 
Beobachtungsstand im Oberen Isonzotal bei der Festung Kluže.
              

     

 

2. August 2014
10.00 Uhr

Klosterruine in Arnoldstein

Symposion "Inszenierung und Wirklichkeit - Propaganda und Dokumente zum Großen Krieg und seiner Entwicklung 1914" Exkursion in das obere Isonzotal mit Besuch jener Kriegsschauplätze, an denen der Komponist Viktor Ullmann als Artilleriebeobachter im Ersten Weltkrieg tätig war. Einstiegstellen in den Bus in Villach um 9.00 Uhr (beim Parkplatz beim Parkhotel) und 10.00 Uhr Museum Arnoldstein bei der Klosterruine Arnoldstein.

2. August 2014
10.00 - 18:00 Uhr

Klosterruine in Arnoldstein

"Patrouille" von August Stramm - Festung am Predilpass (Italien), "Wacht" von August Stramm Festung Kluže (Slowenien), "Zwei Herren" von Paul Scheerbart - Lepena ehemaliges Offizierskasino (Slowenien), "Detonation" von Francesco Cangiullo - Tunnel am Vršič-Pass (Slowenien), "Kriegsgrab" von August Stramm - Russisch-Orthodoxe Kirche am Vršič-Pass (Slowenien), gespielt von Werner Mössler, Markus Rupert, Herbert Gantschacher.

2. August 2014
20.00 Uhr

Klosterruine in Arnoldstein

"Kriegstheater" aus der revolutionären Theater-Bibliothek des Paul Scheerbart; gespielt von Werner Mössler und Markus Rupert.

   

 
 "Patrouille" Festung am Predilpass     "Wacht" Festung Kluže

3. August 2014
10.00 - 13.00 Uhr
und 15.00 Uhr

Klosterruine in Arnoldstein

Symposion "Inszenierung und Wirklichkeit - Propaganda und Dokumente zum Großen Krieg und seiner Entwicklung 1914" Klosterruine Arnoldstein mit Vorträgen von Marjan Bevk (Bovec / Slowenien), Annegret Klemens (Berlin / Deutschland), Jochen Schmidt (Berlin Deutschland), Hubert Steiner (Wien / Österreich), Irene Suchy (Wien / Österreich), Jean-Jacques van Vlasselaer (Ottawa / Kanada), Herbert Gantschacher (Villach / Österreich)

mit Präsentation von "Väter - Söhne - Enkel - Urenkel - Ururenkel / Mütter - Töchter - Enkelin - Urenkelin - Ururenkel" vom Dichter, Philosophen, Kriegsgegner, Pazifisten, Soldaten, Kapellmeister im August 1914 zum / zur Regisseur, Autor, Arzt, Filmemacher, Photographen, Lehrkraft, Masseur, Postbeamten im August 2014 - auf den Spuren von France Bevk, Wilhelm Jerusalem, Josef Ortner und Karl Wolfsgruber unter Verwendung von Originaldokumenten

.

Figuren von Burgis Paier zu Ullmanns "Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke" (links) und Gavrilo Princip und Dr. Martin Pappenheim zu "Haben in unsrer unfehlbaren, Alles durchdringenden Weisheit beschlossen, über all unser Gebiet den gro

Figuren von Burgis Paier zu Ullmanns "Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke" (links) und Gavrilo Princip und Dr. Martin Pappenheim zu "Haben in unsrer unfehlbaren, Alles durchdringenden Weisheit beschlossen, über all unser Gebiet den großen, segensreichen Krieg aller gegen alle zu verhängen" (rechts).

3. August
20.00 Uhr

Klosterruine in Arnoldstein

"Haben in unsrer unfehlbaren, Alles durchdringenden Weisheit beschlossen, über all unser Gebiet den großen, segensreichen Krieg aller gegen alle zu verhängen." Interdisziplinäres Kunstprojekt mit dem Projektchor von Bernhard Wolfsgruber, Johann Egger (Saxophon), Text- und Objektinstallationen von 1000&, Figuren von Burgis Paier und Texten von Gerald Eschenauer
URAUFFÜHRUNG

26. und 27. August
jeweils 20.00 Uhr

Klosterruine in Arnoldstein

„Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke" / „Hölderlin-Lieder" / „Wendla im Garten" von Viktor Ullmann - das grandiose Melodram Viktor Ullmanns in neuer Interpretation und Musik von Viktor Ulllmann aus dem Ersten Weltkrieg mit Werner Mössler (Schauspieler), Rupert Bergmann (Sänger und Sprecher), Christoph Traxler
PREMIERE

WEGEN DER GROSSEN NACHFRAGE GIBT ES AM 30 AUGUST 2014
VIER ZUSATZVERANSTALTUNGEN

29. August 2014
9.00 Uhr

Klosterruine in Arnoldstein

Symposion "Inszenierung und Wirklichkeit - Propaganda und Dokumente zum Großen Krieg und seiner Entwicklung 1914" Exkursion in das obere Isonzotal mit Besuch jener Kriegsschauplätze, an denen der Komponist Viktor Ullmann als Artilleriebeobachter im Ersten Weltkrieg tätig war. Beginn um 10.00 Uhr Museum Arnoldstein bei der Klosterruine Arnoldstein.

29. August 2014
9.00 - 17:00 Uhr

Klosterruine in Arnoldstein

"Patrouille" von August Stramm - Festung am Predilpass (Italien), "Wacht" von August Stramm Festung Kluže (Slowenien), "Zwei Herren" von Paul Scheerbart - Lepena ehemaliges Offizierskasino (Slowenien), "Detonation" von Francesco Cangiullo - Tunnel am Vršič-Pass (Slowenien), "Kriegsgrab" von August Stramm - Russisch-Orthodoxe Kirche am Vršič-Pass (Slowenien), gespielt von Werner Mössler, Markus Rupert, Herbert Gantschacher.

30. August 2014
10.00 Uhr

Klosterruine in Arnoldstein

Symposion "Inszenierung und Wirklichkeit - Propaganda und Dokumente zum Großen Krieg und seiner Entwicklung 1914" Exkursion in das obere Isonzotal mit Besuch jener Kriegsschauplätze, an denen der Komponist Viktor Ullmann als Artilleriebeobachter im Ersten Weltkrieg tätig war. Beginn um 10.00 Uhr Museum Arnoldstein bei der Klosterruine Arnoldstein.

30. August 2014
10.00 - 18:00 Uhr

Klosterruine in Arnoldstein

"Patrouille" von August Stramm - Festung am Predilpass (Italien), "Wacht" von August Stramm Festung Kluže (Slowenien), "Zwei Herren" von Paul Scheerbart - Lepena ehemaliges Offizierskasino (Slowenien), "Detonation" von Francesco Cangiullo - Tunnel am Vršič-Pass (Slowenien), "Kriegsgrab" von August Stramm - Russisch-Orthodoxe Kirche am Vršič-Pass (Slowenien), gespielt von Werner Mössler, Markus Rupert, Herbert Gantschacher.

30. August 2014
20.00 Uhr

Klosterruine in Arnoldstein

"Kriegstheater" aus der revolutionären Theater-Bibliothek des Paul Scheerbart;
gespielt von Werner Mössler und Markus Rupert.

31. August
20.00 Uhr

Klosterruine in Arnoldstein

"Haben in unsrer unfehlbaren, Alles durchdringenden Weisheit beschlossen, über all unser Gebiet den großen, segensreichen Krieg aller gegen alle zu verhängen."
Interdisziplinäres Kunstprojekt mit dem Projektchor von Bernhard Wolfsgruber, Johann Egger (Saxophon), Text- und Objektinstallationen von 1000&, Figuren von Burgis Paier und Texten von Gerald Eschenauer

.

Viktor Ullmann (links) im Großen Krieg 1917.
Viktor Ullmann (links) im Großen Krieg 1917.

 Das Programm auf der Valentinalm -
 Gemeinde Kötschach-Mauthen 2014:

28. August 2014
13.00 Uhr

Valentinalm

"Kriegstheater" aus der revolutionären Theater-Bibliothek des Paul Scheerbart; gespielt von Werner Mössler und Markus Rupert auf der Valentinalm.

.

Kartenpreise für die Musik- und Theatervorstellungen: 
Vorverkauf und Reservierung 5,- € (ermäßigt für Senioren, Klubkartenbesitzer, Schüler, Studenten), Vorverkauf und Reservierung 8,- € (Vollpreis), Abendkasse 8,- € (ermäßigt für Senioren, Klubkartenbesitzer, Schüler, Studenten), Abendkasse 12,- € (Vollpreis)

Der Eintritt zu den Ausstellungen und zum Symposion ist frei!

Information zu allen Veranstaltungen: 
Verein zur Revitalisierung der Klosterruine Arnoldstein:
http://www.burgruine.at/ 
Marktgemeinde Arnoldstein:
http://www.arnoldstein.gv.at/ Homepage: www.arbos.at 

Kartenreservierung und Information unter +43 (0)664-8916491 

Programmänderungen vorbehalten!

  Bundeskanzleramt   Land Kärnten   Arnoldstein    Kötschach-Mauthen
 



PROGRAMM 2013

leer


Kuppon
"... erhalte ich vom Verein Wiener Philharmoniker einen Pensionszuschuss, dessen Höhe von der Generalversammlung nach Massnahme der vorhandenen Mittel festgesetzt wird ..."


WIE DIE GENERALVERSAMMLUNG DES VEREINS WIENER PHILHARMONIKER IHRE JÜDISCHEN MUSIKER ENTWERTETE DARGESTELLT ANHAND VON SCHICKSALEN DER IN DIE KONZENTRATIONSLAGER DEPORTIERTEN JÜDISCHEN PHILHARMONIKER MIT DOKUMENTEN ZUR VERMÖGENSVERWERTUNG UND FRAGEN ZUR RESTITUTION.

 

Klosterruine Arnoldstein


1. September, 18.00 Eröffnung der Ausstellung
28. September, 20.00 Uhr Finisage

mit dem Dokumentarfilm
"Spuren nach Theresienstadt"
mit Herbert Thomas Mandl

Klosterruine Arnoldstein


 dada


zur Instrumentalisierung von Politik
im 18., 19., 20. und 21. Jahrhundert


Von der Ermordung Marats über die Tötung politischer Gegner nach dem Ersten Weltkrieg, der BBA, der NSU u.a. sowie ein Exkurs zur Verbindung von bürgerlicher, rechter und rechtsextremer Politik in Europa. "Demokratie ist diejenige Staatsform, die sich am wenigsten gegen ihre Gegner wehrt. Es scheint ihr tragisches Schicksal zu sein, daß sie auch ihren ärgsten Feind an ihrer eigenen Brust nähren muss." (Hans Kelsen "Verteidigung der Demokratie" 1932)Von der Ermordung Marats über die Tötung politischer Gegner nach dem Ersten Weltkrieg, der BBA, der NSU u.a. sowie ein Exkurs zur Verbindung von bürgerlicher, rechter und rechtsextremer Politik in Europa. "Demokratie ist diejenige Staatsform, die sich am wenigsten gegen ihre Gegner wehrt. Es scheint ihr tragisches Schicksal zu sein, daß sie auch ihren ärgsten Feind an ihrer eigenen Brust nähren muss." (Hans Kelsen "Verteidigung der Demokratie" 1932)




 

 

© COPYRIGHT
Konzeption des Projektes: Herbert Gantschacher – © 2012-2014
„Krieg = daDa" ist ein Projekt von ARBOS-Gesellschaft für Musik und Theater. 
Das Projekt ist urheberrechtlich geschützt, Missbrauch wird geahndet.

© COPYRIGHT 
Concept of the project: Herbert Gantschacher - © 2012-2014 
"War = Dada" is a project of ARBOS-Company for Music and Theatre. 
The project is protected by copyright, abuse will be fined.