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2016 – „Frauen im Krieg“

Das russische Frauenbataillon in der Zeitschrift „Illustrated War News“ (links) – Maria Gehrig aus Wien stellt am 29.Mai 1915 den Antrag, als Kampfpilotin an der italienischen Front eingesetzt zu werden (Mitte) – Die „Mädchenpost“ zeigt zwei Soldatinnen d

Das russische Frauenbataillon in der Zeitschrift „Illustrated War News" (links) – Maria Gehrig aus Wien stellt am 29.Mai 1915 den Antrag, als Kampfpilotin an der italienischen Front eingesetzt zu werden (Mitte) – Die „Mädchenpost" zeigt zwei Soldatinnen der k.u.k. Wehrmacht auf der Titelseite (rechts). In seiner Oper „Der Kaiser von Atlantis oder Die Todt-Verweigerung"

In seiner Oper „Der Kaiser von Atlantis oder Die Todt-Verweigerung" lässt Viktor Ullmann mit dem Charakter des Bubikopfs auch eine Frau im Krieg auftreten. Das Wort Bubikopf hat mehrere Bedeutungen. Einerseits ist der Bubikopf eine kurzgeschnittene Damenfrisur, die am Beginn des 20. Jahrhunderts aufkam und vom „Knabentyp", dem Frauenbild der Zeit, beeinflusst war. Der Bubikopf wurde schnell zu einer beliebten Haarmode. Andererseits steht das Wort Bubikopf auch für jene Frauen, die sich für die Gleichberechtigung der Frauen in der Gesellschaft einsetzten. In der Oper Viktor Ullmann ist der Bubikopf ein Mädchen, das als Soldat an der Front vorerst wie ein Mann gegen einen Mann, einen Soldaten, kämpft. Erst die Liebe lässt beide vom Kampf gegeneinander abhalten. In Ullmanns Freundes- und Bekanntenkreis hatte die Künstlerin Friedl Dicker-Brandeis eine Bubikopf-Frisur.

Das Bild der Frau im Krieg ist aus der Antike her geprägt durch die Amazonen. Im Großen Krieg von 1914 bis 1918 sind dann Frauen unverzichtbar geworden, um die Männer an der Heimatfront zu ersetzen oder in Rüstungsbetrieben zu arbeiten.

Doch Frauen wollten auch durchaus im Sinn der Gleichberechtigung auch an der Front kämpfen. In einigen der kriegführenden Armeen des Großen Krieges haben Frauen auch in regulären Einheiten gekämpft

Die russische Armee hatte ein reguläres Frauenbataillon, in der serbischen Armee kämpften Frauen, in der k.u.k. Wehrmacht ebenso wie einzelne Frauen in der Armee des Deutschen Reiches oder der US-Army.

Und an der Südwestfront von den Karnischen Alpen bis zum Beginn der Julischen Alpen gibt es auf der italienischen Frontseite noch eine besondere Form des Dienens an der Front; Frauen, „Portatrici" genannt, sorgen für den Nachschub zu den Frontlinien.