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2015 – „Kriegsverbrechen“ / "Kriegsverweigerer"

Der Schweizer Forensiker Archibald Reiss schreibt am 20. Jänner 1917 in der holländischen Zeitung „DE NIEUWE AMSTERDAMER“ über Kriegsverbrechen der k.u.k. Wehrmacht in Serbien unter dem Titel „Ein anklagendes Dokument“ (links oben) – Nach der letzten Ison

Der Schweizer Forensiker Archibald Reiss schreibt am 20. Jänner 1917 in der holländischen Zeitung „DE NIEUWE AMSTERDAMER" über Kriegsverbrechen der k.u.k. Wehrmacht in Serbien unter dem Titel „Ein anklagendes Dokument" (links oben) – Nach der letzten Isonzoschlacht werden tschechische Deserteure, die auf der Seite der italienischen Armee gegen die Habsburgische Vielfachmonarchie gekämpft hatten, öffentlich hingerichtet (rechts oben) - In Finnland exekutieren Weißgardisten Rote (links unten) – Ein rares Dokument zeigt Folter und Misshandlungen von Ägyptern durch die Briten (Mitte) - Von russischen Dum-dum-Geschossen verletzter Soldat der k.u.k. Wehrmacht 1915 (rechts.

Kriegsverbrechen im Großen Krieg von 1914 bis 1918 wurden nicht im Geheimen verübt sondern auch offen zur Schau gestellt. Exekutionen, auch von Frauen verübt durch die k.u.k. Wehrmacht, dienen auch der Machtdemonstration. Exekutionen sollen zudem der Einschüchterung dienen.

Gnadenlos war beispielsweise der Geheimdienst der k.u.k. Wehrmacht nach der letzten Isonzoschlacht. Unter den italienischen Kriegsgefangenen spürte der Geheimdienst Tschechen auf, um sie dann öffentlich am Straßenrand zu exekutieren und die Hingerichteten so als abschreckende Beispiele vorzuführen.

Kriegsverbrechen waren aber kein Monopol der Zentralmächte der Vielfachmonarchie des Erzhauses Habsburg und des Hauses der Hohenzollern. Kriegsverbrechen sind auch von anderen kriegführenden Parteien verübt worden, wie die hier angeführten Beispiele zeigen. Der zweite Teil der Ausstellung widmet sich den Kriegsverweigerern in Politik und Militär.