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„Als freie Menschen verweigert jede Militärarbeit!"

Der Titel der Ausstellung "Verweigert jede Militärarbeit!" stammt von der Schweizer Friedensaktivistin Elisabeth Teslin aus dem Ersten Weltkrieg, die Bücher von Frau Teslin wurden von Nazis verboten und verbrannt. Das Thema dieser Ausstellung ist die Allgemeine Wehrpflicht im geschichtlichen Kontext und somit auch eine höchst aktuelle Ausstellung zum Thema der allgemeinen Wehrpflicht, die durch die allgemeine Nährpflicht ergänzt werden muss.

Nur weil ein in der Tradition der Katastrophendiplomaten der europäischen Dynastien agierender deutscher Verteidigungsminister unbedingt Krieg führen will, heißt das noch lange nicht, dass die allgemeine Wehrpflicht obsolet ist, denn dazu muss zuerst das Instrumentarium der allgemeinen Nährpflicht realisiert werden und es darf dann eben keine Militärarbeit geleistet werden. Aber solange Militärarbeit geleistet wird, ist das Thema der allgemeinen Wehrpflicht – richtiger formuliert – der allgemeinen Nährpflicht ein Thema. Erst wenn die allgemeine Nährpflicht realisiert ist, dann wird jede Militärarbeit überflüssig.

Elisabeth Teslin und ihre Forderung aus dem Jahr 1917. Die Schriften von Elisabeth Teslin sind von den Nationalsozialisten 1933 verbrannt worden.

Elisabeth Teslin und ihre Forderung aus dem Jahr 1917. Die Schriften von Elisabeth Teslin sind von den Nationalsozialisten 1933 verbrannt worden.

Die Ausstellung wird sich mit den verschiedensten Strömungen des Pazifismus auseinandersetzen (radikale Verweigerung nach dem Motto "Leistet keine Militärarbeit!" – wehrhafter Pazifismus in der Tradition von Friedrich Georg Nicolai – Wehrdienstverweigerer / Zivildienst / Dienstpflicht für alle / Nährpflicht – Berufsheer statt Wehrpflicht ist keine friedensstiftende Strategie sondern schafft die Möglichkeit zur weltweiten Kriegsarbeit!). Gedanken und Texte von Ernst Friedrich, Friedrich Georg Nicolai, Joseph Popper-Lynkeus, Wilhelm Jerusalem, Emil Utitz und Wilhelm Börner ergänzen die Ausstellung. Dazu kommen noch Materialien aus den Friedenszeitschriften "Die Friedenswarte" und "Die Waffen nieder!" 

Wiederentdeckt wurden die Schriften der Pazifistin Elisabeth Teslin, von der auch der Titel der Ausstellung entlehnt wurde. Teslins Schriften wurden 1933 von den Nationalsozialisten verbrannt (wie auch Bücher von Ernst Friedrich, Friedrich Georg Nicolai, Wilhelm Börner und Emil Utitz). Sie bilden einen Schwerpunkt der Ausstellung.