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„Krieg=daDa 2018 : 100 Jahre Republik Österreich"

"Der Krieg ist aus?" - Viktor Ullmanns künstlerisches Schaffen an der Isonzofront im Kriegsjahr 1918 mit Ausstellungen, Vorstellungen und Symposion in Kärnten, Slowenien, Italien als Teil des fünfjährigen Projektes
"Krieg=daDa 2014-2019" (28.Juli - 1.September 2018).

 

Im Zentrum des Projektes "Krieg=daDa 2014-2019" steht das künstlerische Schaffen des Komponisten, Musikers, Literaten und Musikschriftstellers Viktor Ullmann, im Jahr 2018 begehen wir auch seinen 120.Geburtstag. 

Das Projektjahr 2018 mit dem programmatischen Titel "Der Krieg ist aus?" setzt sich eben im Jahr 2018 mit Viktor Ullmanns künstlerischem Schaffen an der Isonzofront im Kriegsjahr 1918 auseinander. Vermittelt wird dies mit Ausstellungen, Vorstellungen, szenischen Konzerten und einem Symposion und korrespondiert auch mit dem Gedenk- und Erinnerungsjahr

"2018: 100 Jahre Republik Österreich"
  

Ausstellungen mit neuen Originaldokumenten und Archivalien aus dem Haus-, Hof- und Staatsarchiv in Wien, der Staatsbibliothek zu Berlin und dem Österreichischen Staatsarchiv gibt es zu sehen am Klagenfurter Hauptbahnhof ("Viktor Ullmann als Artilleriebeobachter und Musikoffizier an der Isonzofront"), der Klosterruine Arnoldstein ("Verspielte Demokratie?") Vorstellungen und Konzerten am Klagenfurter Hauptbahnhof  (Viktor Ullmann "Lieder im Krieg" und "Der Krieg ist aus, das sagst du so mit Stolz, nur dieser Krieg, nur dieser Krieg ist aus. Der letzte?"), Stationentheater in Kärnten, Slowenien und Italien (Stationentheater IV „Schwarze, kreisrunde, scheußliche Scheiben“ mit Gedichten und Texten von Giuseppe Ungaretti, Andreas Latzko, Paul Scheerbart, Francesco Cangiullo und August Stramm in Bohinj Bistrica, Podbrdo, Grahovo, Bovec, Lepena, Tunnel am Vršič-Pass und russische Kapelle am Vršič-Pass + Stationentheater VI "Glanzgesang - Plakat - Petropolis" mit Gedichten und Plakaten von Ernst Wilhelm Lotz, Wladimir Majakowski und Ossip Mandelstam auf Kote 89 in Duino-Aurisina / Devin-Nabrežina, Barcola Riviera bei Triest und Hafen von Triest + Stationentheater VII "Doppelt gebeugt" mit Szenen, Gedichten und Texten von Georg Trakl, August Stramm, Guillaume Apollinaire, Wladimir Majakowski, Giuseppe Ungaretti, Maurice Maeterlinck und Dalton Trumbo vom Plöckenpass zur Maschinengewehrnase am Fuße des Kleinen Pals, zum Karnischen Höhenweg, der ehemalige Kriegs- und Versorgungsstraße im Ersten Weltkrieg, zum Fuße des Cellon und weiter zur Valentinalm.) sowie dem Symposium "Im Kriege ist alles unklar - Folgenreiche Katastrophenpolitik" auf der Klosterruine Arnoldstein (mit Dr. Irene Suchy, Oberst Georg Rosenzopf, Prof. Jean-Jaques Van Vlasselaer, Univ.Doz. Dr. Marko Klavora, ao.Univ.Prof. Dr. Gerold Holzer, o.Univ.Prof. Dr. Werner Delanoy, Dr. Hubert Steiner, Mag. Herbert Gantschacher, Wolfgang Rausch). 

 

Das Programm

VILLACH Hauptbahnhof - ARNOLDSTEIN Klosterruine - BOHINJ BISTRICA Bahnhof - PODBRDO Bahnhof - GRAHOVO Kote 900 - BOVEC Straßensenke in Richtung Čezsoča - LEPENA Dom Klementa Jug (ehemaliges Offizierskasino) - TUNNEL am Vršič-Pass - RUSSISCHE KAPELLE am Vršič-Pass (Slowenien)

Samstag 28. Juli 2018
7.30 Uhr (Abfahrt Villach Hauptbahnhof)
und 8.00 Uhr (Zustieg Klosterruine Arnoldstein) 

Stationentheater IV „Schwarze, kreisrunde, scheußliche Scheiben" auf den Spuren von Viktor Ullmann und Maximilian Ullmann sowie Kaiser Karl I. und König Karl IV. in der Historiographie und Geographie rund um die zwölfte und letzte Isonzoschlacht mit Gedichten und Texten von Giuseppe Ungaretti "Wache",  Andreas Latzko "Schwarze, kreisrunde, scheußliche Scheiben", Paul Scheerbart "Kriegstheater", Francesco Cangiullo "Detonation" und August Stramm "Sturmangriff" und "Kriegsgrab" mit Werner Mössler, Markus Rupert und Herbert Gantschacher 

KLAGENFURT Hauptbahnhof - ARNOLDSTEIN Klosterruine - DUINO-AURISINA / DEVIN-NABREŽINA Kote 89 - BARCOLA RIVIERA bei Triest Kirche "San Bartolomeo Apostolo" - TRIEST Hafen (Italien)

Freitag, 3. August, 20.00 Uhr
KLAGENFURT Hauptbahnhof 

Eröffnung der Ausstellung "Viktor Ullmann als Artilleriebeobachter und Musikoffizier an der Isonzofront" erforscht, recherchiert und kuratiert von Herbert Gantschacher. Die Ausstellung wird von Landeshauptmann Peter Kaiser und Landtagspräsident Reinhart Rohr eröffnet werden.

Freitag, 3. August, 20.20 Uhr
KLAGENFURT Hauptbahnhof 

Konzert "Lieder im Krieg" von Viktor Ullmann, rekonstruiert, bearbeitet und weiterkomponiert von Wolfgang Pillinger mit Petra Pirolt (Sopran), Sonja Mitterer (Alt) und Bernhard Wolfsgruber (Tenor) Anhand des von Herbert Gantschacher erforschten und recherchierten Materials ist nun ein Konzertprogramm erstellt worden, in dem nun nur Musik von Viktor Ullmann aus dem Ersten Weltkrieg erklingen wird.  

Samstag 4.August 2018 7.30 Uhr
(Abfahrt Klagenfurt Hauptbahnhof),
8.00 Uhr (Zustieg Villach Hauptbahnhof)
und 8.30 Uhr (Zustieg Klosterruine Arnoldstein)

Stationentheater VI "Glanzgesang - Plakat - Petropolis" mit Gedichten und Plakaten von Ernst Wilhelm Lotz, Wladimir Majakowski und Ossip Mandelstam gespielt von Werner Mössler und Markus Rupert in Szene gesetzt von Herbert Gantschacher 

Samstag, 4. August
2018, 20.00 Uhr
KLAGENFURT 
Hauptbahnhof

Szenisches Konzert "Der Krieg ist aus, das sagst du so mit Stolz, nur dieser Krieg, nur dieser Krieg ist aus. Der letzte?" mit einem Gedicht von Fabjan Hafner zu einer Komposition von Gabriel Lipuš, Kompositionen nach Viktor Ullmann und Paul Wittgenstein von Werner Raditschnig (Österreich), Nadir Gottberg (Israel), Alexander Radvilovich (Russland), Anna-Lena Laurin (Schweden), Harri Wessmann (Finnland), Tormad Saeverud (Norwegen) und Erik Hojsgaard (Dänemark)
Textinstallation: 1000&
Es spielen und singen: Christoph Traxler (Piano), der Projektchor unter der Leitung von Bernhard Wolfsgruber (Petra Pirolt, Sopran; Ines Mitterer, Alt; Bernhard Wolfsgruber, Tenor; Paul Fercher, Bass),

ARNOLDSTEIN Klosterruine

Sonntag, 5.August 2018, 9.00 Uhr
ARNOLDSTEIN Klosterruine 

"Verspielte Demokratie?"
eine Ausstellung kuratiert von Herbert Gantschacher
1917 verschwindet mit der russischen Zarendynastie der Romanows das erste Herrscherhaus von der politischen Bühne Europas. Diesem Verschwinden sind dann 1918 das Erzhaus Habsburg, das Haus der Hohenzollern und die Dynastie der Osmanen nachgefolgt. 1919 beginnen Friedensverhandlungen in Paris, die mehrmals am Rande des Abbruchs standen. Zwei große Weltmächte werden die Pariser Vororteverträge nicht unterzeichnen, China und die Vereinigten Staaten. In einem Positionspapier von 1919 sagt der US-amerikanische Außenminister Robert Lansing: „Nationalismus muss unter allen Umständen erhalten bleiben“. Doch genau dieser Nationalismus wird einer der Keime für den Versuch der Ergebniskorrektur der Pariser Vororteverträge von 1919 werden.  Die berühmten „14 Punkte“ des US-Präsidenten Woodrow Wilson sind nie Teil des Völkerrechts geworden. Ist die Chance zur Demokratisierung genutzt worden? 

Sonntag, 5. August 2018, 9.30 Uhr
ARNOLDSTEIN Klosterruine 

"Das Prinzip Gabriel in Theresienstadt"
Eine interdisziplinäre Installation von Burgis Paier nach einem Text von Dževad Karahasan
Im Jahr 2018 jährt sich auch der 100. Todestag von Gavrilo Princip, dem Doppelmörder vom 28.Juni 1914 in Sarajevo

5. August 2018,
10.00 Uhr - 14.00 Uhr, 15.00 Uhr - 18.00 Uhr, 19.00 Uhr - 22.00 Uhr

ARNOLDSTEIN Klosterruine 

Symposium "Im Kriege ist alles unklar - Folgenreiche Katastrophenpolitik"
mit Dr. Irene Suchy, Oberst Georg Rosenzopf, Prof. Jean-Jaques Van Vlasselaer, Univ.Doz. Dr. Marko Klavora, ao.Univ.Prof. Dr. Gerold Holzer, o.Univ.Prof. Dr. Werner Delanoy, Dr. Hubert Steiner, Mag. Herbert Gantschacher, Wolfgang Rausch
Am 3.März 1918 unterzeichnen die Zentralmächte der Habsburgischen Vielfachmonarchie und des Hauses Hohenzollern in Brest-Litowsk den Separatfrieden mit dem nun von den Bolschewisten regierten ehemals zaristischen Reich. Als erste Dynastie ist 1918 die Dynastie der russischen Zaren aus dem Hause Romanow von der politischen Landkarte verschwunden. Die Zentralmächte und ihre Verbündeten haben aber den ersten Teil der Eroberung von Lebensraum im Osten erreicht. In Odessa marschieren Truppen der k.u.k. Wehrmacht ein Selbst in Helsinki ist eine Abordnung von Offizieren der k.u.k. Wehrmacht beim Einmarsch des früher zaristischen nun finnischen Generals Mannerheim in der finnischen Hauptstadt dabei. Und das Erzhaus Habsburg plant auch die politische Eroberung der Ukraine, Wilhelm Franz aus dem Erzhaus Habsburg soll der neue König der Ukraine werden, ähnliche Pläne verfolgt das Haus der Hohenzollern mit Finnland.
Oberst Georg Rosenzopf "Die Auflösung und das Auflösen einer Armee", Univ.Prof. Dr. Gerold Holzer "Kriegszitterer - das posttraumatische Belastungssyndrom (PTBS) und die posttraumatische Belastungsreaktion - Kriegsinvalidität und Orthopädie" Prof. Jean-Jacques Van Vlasselaer "Das Kriegsende 1918 in musikalischer und literarischer Sicht", Univ.-Doz. Dr. Marko Klavora "Flüchtlinge", Dr. Hubert Steiner "Das Jahr 1918 in Kärnten", Univ.-Prof. Dr. Werner Delanoy "Die Musik zum Kriegsende im englischsprachigen Raum", Mag. Herbert Gantschacher "Das Jüdische Kriegsarchiv", Wolfgang Rausch "Presseberichte aus den Monaten Oktober, November und Dezember 1918 im Spiegel der Kleinen Zeitung".

PASSO DI MONTE CROCE CARNICO / PLÖCKENPASS
- KLEINER PAL - KARNISCHER HÖHENWEG - CELLON - VALENTINALM in Kötschach-Mauthen

1. September 2018,
10.00 Uhr und
16.00 Uhr 

Valentinalm
Kötschach-Mauthen

Stationentheater VII "Doppelt gebeugt" mit Szenen, Gedichten und Texten von Georg Trakl, August Stramm, Wladimir Majakowski, Giuseppe Ungaretti, Maurice Maeterlinck und Dalton Trumbo
vom Plöckenpass zur Maschinengewehrnase am Fuße des Kleinen Pals, zum Karnischen Höhenweg, der ehemalige Kriegs- und Versorgungsstraße im Ersten Weltkrieg, zum Fuße des Cellon und weiter zur Valentinalm.
Es spielen Werner Mössler und Markus Rupert in Szene gesetzt von Herbert Gantschacher



Information und Reservierungen:
Telefon + SMS 0664-3229563 und per E-Mail: arbos.carinthia@arbos.at